"Gemeinsam,  
                          statt
                                          einsam!"

Das ist unsere Devise, deshalb heißen wir Chemnitzer MS-ler

                   SHG  MS  "Offensiv".

Wir wollen auch denen helfen, die ohne uns allein wären, denn durch die Schwere der Erkrankung Multiple Sklerose und der zunehmenden Behinderung fühlen sich die Kranken gesunden Menschen gegenüber als Hindernis und gehen oft mehr in die Isolation. Wir wollen das Gegenteil.

 

                    Chronik der SHG "Offensiv"

 

1989 formierten wir uns.

 
So sah die erste Einladung damals aus.

 

Im März 1990 gründeten wir die Selbsthilfegruppe MS "Offensiv".


Am 21. März 1990 trafen wir uns als Gruppe das erste Mal mit Frau Dr. Linke und Herrn OA Dr. Dachsel im Konferenzraum der Nervenklinik. Seit diesem Tage fand einmal wöchentlich unser Gesprächskreis statt. Langsam erlernten wir Krisenbewältigung mit Hilfe des autogenen Trainings und somit erfühlten wir leichter unsere Empfindungen und lernten mit der Krankheit umzugehen. Wir wurden eine große Familie, denn auch die Angehörigen wurden bei Festen mit einbezogen und bald hieß es:


                                  "Einer für alle und alle für Einen "

                                                 


 

Im Herbst 1994 entstand eine Therapiegruppe „Basteln und Handarbeiten" für Menschen mit Koordinationsstörungen. Es wurde aber auch all denjenigen Hilfestellung geleistet, die neu erkrankt waren. Im Erdgeschoss links neben der Schwanen-Apotheke trafen wir uns. Karla Brümmer war nun unsere Gruppenleiterin, aber in jeder Hinsicht stand und steht die Selbsthilfe an erster Stelle. Jeder gab, nach seinen Möglichkeiten, etwas dazu: Papier, Stifte, Ideen, Rundsprüche, Kaffee, Kuchen und das Abholen von Mitgliedern, die nicht Autofahren konnten. Keiner fehlte, viele Jahre lang, obwohl wir uns jeden Montag zusammenfanden.
Mit der offensiveren und öffentlichkeitsintensiveren Arbeit wuchsen wir auf 15 Mitglieder an. Jetzt erhielten wir Fördermittel vom Gesundheitsamt, arbeiteten eng mit Professionellen zusammen. Das prägte uns mit wachsendem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Wir wollten mehr tun, wir wollten andere einbeziehen, anderen Betroffenen, aber auch uns helfen.


Vom Gesprächskreis zur aktiven Gruppenarbeit

Am 31.08.1994 fand die Gründung einer Therapiegruppe „Kognitives Training" unserer Selbsthilfegruppe statt. In dieser Therapiegruppe sollten Behinderte und kranke Menschen mit Gedächtnisproblemen und Konzentrationsschwäche erreicht werden.

Wir dachten dabei an MS- Kranke, Parkinsonerkrankte, Menschen nach Schlaganfall, Spastiker und Patienten nach Schädelhirntrauma, Menschen mit Koordinationsschwierigkeiten oder mit eingeschränktem Gesichtsfeld. 

Außerdem können auch diejenigen das Training in Anspruch nehmen, die aufgrund ihrer Erkrankung meinen, schon vorsorglich etwas Gutes für ihre geistige Fitness tun zu müssen. Prävention ist immer der beste Weg! Das "Kognitive Training" ist kostenlos, da die Trainer diese Stunden nur auf ehrenamtlicher Basis leisten. Es ist also kein Rezept erforderlich bzw. keiner muss von einem Arzt oder Psychologen geschickt werden. Die Therapieprogramme für die Patienten sind die gleichen wie in den Reha-Kliniken oder Nervenkliniken, jedoch umfangreicher.

Mit zwei Arbeitsplätzen begann es.
Seit 2001
besitzen wir 3 Arbeitsplätze. Dies sind Computer , die mit je 11 kognitiven Trainings-Programmen ausgestattet sind.

Ab dem Jahr 2012 können wir an 5 Arbeitsplätzen mit den zur Zeit neuesten Programmen  trainieren, wie z.B. Vorbereitung auf die Prüfung beim TÜF für Autofahrer, Reha auf Umschulung zur Bürotätigkeit, Briefe schreiben, ...

Konkrete Erfolge sind, dass durch unsere Mithilfe Menschen wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden konnten und Menschen nach Schädelhirntrauma ,z. B. die Fahrerlaubnisprüfung bestanden oder das Sprechen, Lesen, Rechnen, Koordinieren verbessern konnten.

Ganz gesund wird ein so Schwerkranker auch durch unsere Hilfe nicht, doch wir können gemeinsam etwas verbessern oder auf dem erreichten Stand halten.


          
Viel Heimarbeit musste und muss gemacht werden, sei es für die Gruppe "Offensiv ", das " Basteln " oder das " Kognitive Training ".
Mit dem seit 2000 gegründeten "Autogenen Training" arbeiteten sogar vier Therapiegruppen. ("Das Autogene Training" wurde dann später wieder eingestellt.)

Das "Kognitive Training" benötigt sogar wöchentlich vier Verantwortliche, von Mo.- bis Do. Aus einem Tag in der Woche wurden also für vier Mitglieder zwei Tage Pflicht. Entlastung musste her. Aus dem "Basteln" wurde die "Mal- und Kreativgruppe" mit Unterstützung aus Dresden.
 Den vierten Montag im Monat haben wir aus Traditionsgründen ausgesucht und organisierten den "Stammtisch" für Neuerkrankte und solche, die nicht in einer Selbsthilfegruppe sind. (Ohne Anmeldung!)

Unsere Gruppe ist sicher noch eine von denen, die ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl haben.
Das Gesundheitsamt, die Behindertenbetreuung und auch manche Sponsoren sind Unterstützer, doch helfen müssen wir uns schon selbst. Vielleicht braucht gerade der neben mir "Sonne im Herzen ", obwohl er gesünder aussieht als ich.

Wir sollten unsere Kraft nicht über- und auch nicht unterschätzen: Auch wir können noch etwas leisten.



Gemeinsam sind wir stark, das ist unser Motto nach wie vor und nur so konnten wir mit unserer Gruppenarbeit viel Anerkennung erringen:

-Ehrennadel in Silber (1995)
DMSG-Bundesverband, Leiterin der Gruppe


 

-Preis Premiere für Menschlichkeit
GEK – Wettbewerb, Gruppe


 

-Urkunde für vorbildliche Ehrenamtsarbeit
3 x - OB der Stadt Chemnitz, Gruppenmitglieder (1998, 1999, 2000)


 

-Urkunde für vorbildliche Ehrenamtsarbeit
2x- DMSG-LV Sachsen e. V., Gruppenmitglieder


 

-Ehrenurkunde des Sächsischen Landtages und Sächs. Staatsministeriums
 für Soziales, Gesundheit und Familie,
Leiterin (1998, !999)
(Empfang beim Landtagspräsidenten Erich Iltgen)


 

-Neujahrsempfang beim Ministerpräsidenten des Landes Sachsen Kurt Biedenkopf
 
1999 (Leiterin)



-Empfang zum 70. Geburtstag des Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf
 2000 (Leiterin)



-Annenmedaille "Soziales Sachsen" (1999, 2001)
durch Staatsminister für Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie - Dr. Hans Geisler,
Leiterin


-Neujahrsempfang beim ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ,
Leiterin (1999)

            

 


- 2001 erhielt Frau Dr. rer. nat. Linke, das
Bundesverdienstkreuz am Bande
für Ehrenamtsarbeit im Behindertenbereich von Minister Walter Riester überreicht.


 

-2001 Empfang beim Minister Dr. Hans Geisler (Leiterin)


 

-Auszeichnung der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (Oktober 2003),
Gruppe (Städte-Preis)



-Am 05.12.2002: Würdigung durch OB Dr. Peter Seifert für vorbildliches ehrenamtliches Engagement
Eintragung in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz,  Leiterin


 

-18.02.2005: Die Leiterin wird als Botschafter der Wärme berufen.


 

-Am 03.11.2006: Die Leiterin Karla Brümmer erhält zum Festakt der DMSG in Berlin die Ehrennadel in Gold der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. in Anerkennung des jahrzehntelangen. unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatzes für MS-Erkrankte überreicht durch den Ministerpräsidenten von Niedersachsen Christian Wulff.


 

- am 06.09.2010:

Am 06. September erhielt Frau Karla Brümmer aus den Händen des Bundespräsidenten, Herrn Christian Wulff, im Schloss Bellevue für das Engagement in den Neuen Bundesländern den
Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.
     
     

 

Am 17.09. 2010 fand die Preisverleihung des DAV (Deutscher Apotheker Verband)  - Gesundheitspreis "Selbsthilfe und Apotheke - Kooperation mit Vorbildcharakter" in Berlin statt. 
Die Selbsthilfegruppe "Offensiv" aus Chemnitz durfte dort einen 2. Preis zusammen mit der "Schwanenapotheke" am Brühl entgegennehmen. 
Großer Dank gebührt Frau Heike Wöstenberg für die langjährige Unterstützung und Zusammenarbeit.

 

 


 

1990-2010
20 Jahre Bestehen der Selbsthilfegruppe "Offensiv"

Ehrenamtliches Engagement sorgt für Aufsehen

Selbsthilfegruppe feiert Jubiläum

 

(Aus "Impuls", Journal der Heim gGmbh Chemnitz)

 
Wie schafft man es, solch prominente Fürsprecher wie den Altbundespräsidenten Roman Herzog für sein Anliegen zu gewinnen? Karla Brümmer versteht es immer wieder, Mitstreiter für ihr Anliegen zu gewinnen. Und da dies mit Gleichgesinnten in einer Gruppe meist noch besser gelingt, verwundert es auch nicht, dass diese den Namen "Offensiv" trägt. Dabei geht es den Mitgliedern nicht nur darum, erfolgreich für ihre Sache zu werben, sondern offensiv will man sich auch mit dem Handicap auseinandersetzen, was alle zu bewältigen haben: Multiple Sklerose. " Noch vor der politischen Wende traf sich einmal monatlich ein kleiner Kreis, um sich im Gespräch mit Gleichbetroffenen der Krankheit MS zu stellen", blickt Karla Brümmer, langjährige Vorsitzende der Selbsthilfegruppe zurück.
Im März 1990 wurde diese unter dem Namen "Offensiv" aus der Taufe gehoben und zählt inzwischen 74 Mitglieder. Dabei geht es nicht nur um gemeinsame Aktivitäten, wie kreatives Gestalten und den Besuch einer Therapiegruppe "Kognitives Training". "Wir möchten auch über unsere Erkrankung informieren und dazu beitragen, dass Betroffenen Möglichkeiten geschaffen werden, aktiv am Leben teilzuhaben." Ein Erfolg konnte zweifellos im Januar 2007 mit der Einweihung des so genannten Waldhauses, einem modernen Gebäude auf dem Gelände des Seniorenbetreuungszentrums Glösa der Heim gGmbH, verzeichnet werden. Dieses wurde unter Berücksichtigung der besonderen Belange von Menschen, die mit der Diagnose MS leben müssen, für rund 1 Mio. Euro umgebaut. "Hier waren wir in Sachsen Vorreiter", ist Brümmers Ehemann Hermann, seinerseits Vorsitzender der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft LV Sachsen e. V., sichtbar stolz.
Anlässlich des 20. Geburtstages wurde nun eine sehr erfolgreiche Zeit feiernd gewürdigt. Amtsarzt Liebhard Monzer bedankte sich in seinem Grußwort für die aufopferungsvolle Arbeit der Selbsthilfegruppe: "Chemnitz kann stolz auf Sie sein!" Seine guten Wünsche für das weitere Engagement der Mitglieder verband er mit der Empfehlung, dies auch weiterhin so offensiv beizubehalten.


                   
Gratulation für unsere Karla Brümmer

     
Die Ehrengäste


Schulband der Annenschule


Die Betreuer sorgen für das leibliche Wohl




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im Jahr 2015

25 Jahre

DMSG Landesverband Sachsen e.V.

25 Jahre

SHG MS "Offensiv" Chemnitz

 

Welt MS Tag am 27.05.15 "MS reißt Löcher in den Alltag" in Chemnitz

 

Die MS SHG "Offensiv" organisierte anlässlich des Welt MS Tages an zwei Standorten in der Stadt einen Tag der Offenen Tür.

Zum Thema "Warum bin ich in einer Selbsthilfegruppe und was bringt sie mir?"

konnte man sich im Gesundheitsamt, Rathausstraße 8 auch über die Möglichkeit der Therapie und welche Hilfe der Bundes- und Landesverband der DMSG anbietet, informieren.

Es standen für Interessierte, Multiple Sklerose Kranke und deren Angehörige alte "Hasen" für Fragen rund um die nicht heilbare Krankheit zur Verfügung.

 

Das zweite Thema: "Langzeitrehabilitation in einer Selbsthilfegruppe Kognitives Training"

 

An sechs Arbeitsplätzen konnten sich Menschen mit erworbenen, organischen Hirnschäden mittels Computer und eigens dafür hergestellten Patientenpulten und Programmen in der AOK Müllerstraße versuchen.

Die Ausgestaltung eines Schaufensters  und eines großen Aufstellers in einer Apotheke mitten in der Stadt wie auch Pressemitteilungen trugen dazu bei, dass beide Standorte gut besucht und somit von Erfolg gekrönt waren. 

Karla Brümmer

 

Hier einige Bilder von dem Tag im Gesundheitsamt...

 
 
  ... in der Apotheke, mit der wir schon 20 Jahre kooperieren, ...
 
 

...und in der AOK Müllerstraße.

 


 


 

 

3.Chemnitzer BallettBenefizGala

 

Sonnabend, 21.05.2016

19:30 Uhr

Opernhaus Chemnitz

 
Das Ballett Chemnitz  war unter Schirmherrin OB Barbara Ludwig Gastgeber für renommierte Tanzkompanien aus ganz Deutschland, die ohne Gage für einen guten Zweck auftraten. Der Erlös kommt unserer Selbsthilfegruppe Multiple Sklerose "Offensiv" Chemnitz zugute.

Wir bedanken uns recht herzlich bei den Tänzerinnen und Tänzern, den Tanzkompanien, allen Beteiligten und den Besuchern.
Ein besonderes Dankeschön an Herrn Generalintendanten Dr. Christoph Dittrich und Ballettbetriebsdirektorin und 1.Ballettmeisterin Sabrina Sadowska.

 

 

Die feierliche Scheckübergabe

 
Vor der Ballettgala Dank durch Frau Brümmer
 

 


 


Tag der Begegnung am 16. Mai 2017 am Markkleeberger See


Hier einige Bilder von dem schönen Ausflug:
    
(Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern!)

Anreise mit Bus Unterwegs zum Schiff
Das Schiff Einschiffen
Wohlfühlen Genießen
Schöne ... ... Aussichten.

 

 

Ein Dankeschön an ADTV Tanzschule Köhler - Schimmel GbR

Die Tanzschule Köhler - Schimmel organisierte die dritte Auflage der "Star Dance Chemnitz" - Show in der Stadthalle Chemnitz. Chemnitzer Prominente aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Sport mischten sich mit Profitänzern der Tanzschule auf dem Parkett. Ihr Engagement galt dabei einem guten Zweck: Die Preisgelder kamen Chemnitzer Vereinen zugute.

 

 

Den 2. Platz belegte das Tanzpaar Sven Arnegger und Tanzpartnerin Michal Kristin Ronneburger mit ihrer Rumba. 

Neben der Siegerprämie konnten sie uns auch als "Publikumslieblinge" für den romantischsten Tanz des Abends den Erlös der Tombola spenden.

Die gesamte MS Selbsthilfegruppe "Offensiv" möchte sich auf diesem Wege ganz herzlich für ihre Entscheidung, uns ihre Prämie zu überreichen, bedanken. Wir wünschen dem Tanzpaar auch weiterhin Gesundheit und Erfolge für die Zukunft.

   
   
Die Jury mit Joachim Llambi Preisträgerfoto
   

(Wie gewohnt, jeweils in das Bild klicken, um es zu vergrößern!)

(Quelle Bilder: top-magazin Südwestsachsen / Chemnitz;   Ausgabe3 / 17.Jahrgang  Herbst 2017)

 


 

 

Seminarwochenende
in der Evangelischen Tagungsstätte Reudnitz/Vogtland vom 20.07. - 22.07. 2018

24 Mitglieder und deren Angehörige der MS SHG "Offensiv" Kognitives Training fuhren mit privaten Fahrzeugen ins schöne Vogtland, eine Gelegenheit zu Erfahrungsaustausch und zum besseren Kennenlernen. Das junge Heimleiterehepaar der Tagesstätte und ihr Team brachten uns viel Verständnis entgegen und waren jederzeit bereit uns zu helfen. So konnten wir dort schöne Tage verbringen.

Kurz einige Höhepunkte:

  • Bewegungsstunde in der Turnhalle mit Frau Brümmer

  • Vortrag von Apothekerin Frau Wöstenberg über Anwendung von Naturheilmitteln

  • Besuch der Sonderausstellung "Die Buckelapotheker" im Kleinem Schloss in Greiz

  • Grillabend mit dem Heimleiterehepaar

  • "Aus dem Sozialgesetzbuch"- Vortrag mit Anfragen an Dr. med. Brümmer

 

Das Heim In der Turnhalle
Im Museum Die Ausstellung
Beim Italiener Vorbereitung zum Grillabend
Die Gruppe
 

 

Das sollte uns anspornen, zu beweisen, dass auch Kranke, Behinderte in der Lage sind, gleichgestellt mit Gesunden zu wetteifern und Großes zu leisten.